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In Deutschland arbeiten verschiedene interdisziplinäre Projekte
zu den übergreifenden Fragen des Flussgebietsmanagements. In diesen
Vorhaben werden Verfahren, Methoden und Werkzeuge für die Aufstellung
und Umsetzung von Maßnahmenprogrammen im Rahmen der Bewirtschaftungsplanung
entwickelt.
Diesen Projekten dient der Workshop als Plattform für Vernetzung
und Austausch. Weiterhin sind Vertreter der LAWA und weiterer, mit der
Umsetzung der WRRL befasster Institutionen ein-geladen, sich an Informationsaustausch
und Diskussion aus Sicht der laufenden und zu erwar-tenden WRRL-Umsetzungspraxis
zu beteiligen.
Beiträge zu folgenden Themen waren eingeladen:
- Ist-Zustands- und Defizitanalyse im Hinblick auf den ökologischen
und chemischen Gewässerzustand
- Ermittlung signifikanter anthropogener Belastungen
- Durchführung der wirtschaftlichen Analyse
- Umsetzung des Kostendeckungs- und Verursacherprinzips
- Kriterien für die Anwendung von Ausnahmeregelungen (z.B. HMWB)
- Öffentlichkeitsbeteiligung und Partizipation
- Herleitung von Maßnahmenoptionen
- Ermittlung und Bewertung ökologischer und sozioökonomischer
Maßnahmeneffekte
- Integrierte Maßnahmenbewertung (z.B. Kostenwirksamkeit)
- Identifizierung Institutioneller, rechtlicher und planerischer Voraussetzungen
für die Umsetzung von Maßnahmenprogrammen
Im Rahmen dieser Teilthemen waren querschnittsartig weitere Fragestellungen
von grundsätzlicher Bedeutung für die Aufstellung und Umsetzung
von Maßnahmenprogrammen:
- (Spatial) Decision Support System:
- Was sollen und können (S)DSS im Flussgebietsmanagement leisten?
- Technische Standards, GIS-Funktionen, Wissensmodellierung, Nutzeroberflächen
- Wasser- und Stoffhaushaltsmodellierung
- Skalenproblematik und Regionalisierung
- Techniken der Modellkopplung
- Unsicherheit in Modellierung und Bewertung
- Kooperation mit relevanten Akteuren außerhalb der Wasserwirtschaft
(z.B. Naturschutz, Landwirtschaft und Raumordnung)
Nach dem "Call for Paper" stehen, neben dem Plenarteil mit
6 Projektvorstellungen, Austausch und Diskussion in 7 Themenblöcken
mit je 4 bis 5 Referaten im Mittelpunkt des Workshops. Als zentrale Themen
haben sich
- Entscheidungshilfeverfahren / DSS,
- Modellierung und Modellkopplung,
- ökonomische und ökologische Bewertung sowie
- Institutionen und Umsetzungsinstrumente des Flussgebietsmanagements
heraus kristallisiert. Der überwiegende Teil der in den einzelnen
Themenblöcken präsentierten Forschungsarbeiten ist letztlich
auf die Entwicklung von Beiträgen für die
Herleitung, Bewertung, Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung
der Umweltziele der WRRL (Aufstellung und Umsetzung von Maßnahmenprogram-men)
ausgerichtet.
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