Ziele

Ziel des Projektes ist die interdisziplinäre Entwicklung von Methoden und DV-Werkzeugen zur Unterstützung von Planung und Management in Flusseinzugsgebieten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines interaktiven Werkzeuges, das die Bewertung und (dreidimensionale) Visualisierung des Ist-Zustandes der gewässer- und landschaftsökologischen sowie wasser- und stoffhaushaltlichen Bedingungen von Flussgebietslandschaften ermöglicht. Die Editierung virtuellen Landschaft ermöglicht auf der Basis einer interdisziplinären Daten- und Wissensplattform die gemeinsame Erarbeitung von zukünftigen Planungs- und Bewirtschaftungsszenarien im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL; EUROPÄISCHES PARLAMENT UND RAT DER EU-ROPÄISCHEN UNION 2000). Die möglichen Alternativen und Auswirkungen der unterschiedlichen Planungsszenarien werden im partizipativen Prozess transparent, erleb- und diskutierbar.

Eine weitere Entscheidungsunterstützung von Planungsprozessen erfolgt durch die Einbeziehung von GIS-Diensten, mikro- und mesoskaligen (Simulations-) Modellen (z. B. Wasserhaushalts- und Stoffhaushaltsmodelle) und die Erarbeitung und wissensbasierte Ableitung von Maßnahmenvorschlägen (oder Handlungsoptionen). Die Wissensbasen werden durch Kooperation von Fachexperten aus den Bereichen Limnologie, Landschaftsökologie, Wasserbau, Hydrologie, Geoinformatik und Sozioökonomie entwickelt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen textlich und visuell dargestellt werden. Die Abschätzung der Folgen dieser Maßnahmen kann über die einbezogenen (Simulations-) Modelle erfolgen.

Um die Praxisrelevanz schon bei der Prototypenentwicklung zu gewährleisten, werden unmittelbar mit dem Projektbeginn Experten aus planungsbeteiligten Institutionen (Landesumweltamt, Staatliche Umweltämter; Landwirtschaftskammer; Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten/Landesamt für Agrarordnung) sowie Wassernutzer (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Tourismus, Trinkwasserversorger) einbezogen. Diese bringen somit nicht nur Daten und Fachwissen ein, sondern sichern durch die kritische Projektbegleitung die Möglichkeit der praxisnahen Umsetzung der methodischen Projektergebnisse und prototypischen Werkzeugentwicklungen.